Therapie
Manchmal verändert sich unsere innere Stimmung so schleichend, dass wir erst spät bemerken, wie sehr sie unseren Alltag beeinflusst. Vielleicht fühlen Sie sich über längere Zeit niedergeschlagen, erschöpft oder innerlich leer. Dinge, die Ihnen früher Freude bereitet haben, erreichen Sie nicht mehr richtig. Oder Sie merken, dass Sorgen und Ängste mehr Raum einnehmen: ein ständiges Grübeln, innere Unruhe, eine diffuse Angst oder sehr konkrete Befürchtungen. Auch leichtere depressive Verstimmungen oder Anpassungsreaktionen nach belastenden Lebensereignissen können sich so zeigen.
Nicht selten äußert sich seelische Belastung auch über den Körper. Vielleicht beobachten Sie körperliche Symptome mit wachsender Sorge, obwohl medizinisch alles abgeklärt ist. Herzklopfen, Engegefühle, Schwindel oder ein belastender Tinnitus können große Verunsicherung auslösen. Gedanken wie „Was, wenn doch etwas Ernstes dahintersteckt?“ oder eine starke Fixierung auf körperliche Signale kosten viel Energie und verstärken das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Körperbezogene Ängste und hypochondrische Befürchtungen sind dabei kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck innerer Überforderung.
All das muss nicht so bleiben. Es gibt Wege, wieder mehr Sicherheit, Leichtigkeit und Handlungsspielraum zu gewinnen. In einer achtsamen, zugewandten und klaren therapeutischen Begleitung arbeiten wir gemeinsam daran, belastende Muster zu verstehen und Schritt für Schritt zu verändern. Mit verhaltenstherapeutischen Methoden unterstütze ich Sie dabei, aus dem Gedankenkreisen heraus und zurück ins Tun zu kommen. Kleine, machbare Schritte im Alltag können helfen, Vertrauen in sich selbst aufzubauen und wieder mehr Stabilität zu erleben. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Kommen Sie
in Ihre Kraft.
Was ist der Unterschied zwischen Therapie und Coaching?
Therapie richtet sich an Menschen mit psychischen Beschwerden oder Symptomen wie Ängsten, depressiven Verstimmungen oder starker innerer Belastung. Coaching ist stärker zukunftsorientiert und richtet sich an Menschen ohne behandlungsbedürftige Symptome. In der Praxis gehen beide Bereiche manchmal ineinander über – im Erstgespräch klären wir gemeinsam, was für Sie passend ist.
Für wen ist Therapie geeignet?
Für Menschen, die unter seelischen Belastungen leiden, sich emotional erschöpft fühlen, Ängste entwickeln oder körperliche Symptome mit psychischer Beteiligung vermuten. Auch bei Anpassungsreaktionen nach belastenden Lebensereignissen kann Therapie hilfreich sein.
Welche Themen können in der Therapie bearbeitet werden?
Zum Beispiel:
- depressive Verstimmungen
- Anpassungsstörungen, d.h. depressive Verstimmungen nach Lebensereignissen
- generalisierte Ängste
- körperbezogene Ängste (z. B. Herzangst, hypochondrische Sorgen, Tinnitus)
- anhaltendes Grübeln, innere Unruhe, Schlafprobleme
Wie arbeite ich therapeutisch?
Ich arbeite überwiegend verhaltenstherapeutisch und verbinde diesen Ansatz bei Bedarf mit tiefenpsychologischen und schematherapeutischen Elementen. Das bedeutet, wir schauen sowohl auf aktuelle Symptome als auch auf innere Muster, Glaubenssätze und Beziehungserfahrungen, die sich oft früh im Leben gebildet haben. Themen wie das „innere Kind“, innere Anteile und alte Schutzstrategien können dabei eine Rolle spielen.
Ziel ist es, Zusammenhänge zu verstehen und gleichzeitig konkrete Veränderungen im Alltag möglich zu machen – nicht nur zu erkennen, warum etwas so ist, sondern auch, wie neue Wege im Erleben und Handeln entstehen können.
Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Im Erstgespräch geht es darum, Ihr Anliegen kennenzulernen, Ihre aktuelle Situation einzuordnen und zu schauen, ob eine therapeutische Begleitung für Sie sinnvoll ist. Gleichzeitig prüfen wir, ob die Zusammenarbeit für beide Seiten stimmig ist.Ziel ist es, Zusammenhänge zu verstehen und gleichzeitig konkrete Veränderungen im Alltag möglich zu machen – nicht nur zu erkennen, warum etwas so ist, sondern auch, wie neue Wege im Erleben und Handeln entstehen können.
Wie oft und wie lange findet Therapie statt?
Das ist individuell verschieden. Manche Anliegen lassen sich in wenigen Sitzungen klären, andere brauchen mehr Zeit. Wir besprechen gemeinsam einen realistischen Rahmen.
Ersetzt die Therapie eine körperlich ärztliche oder psychiatrische Behandlung?
Nein. Eine körperliche Abklärung ist vor Beginn einer Therapie grundsätzlich notwendig, da viele psychische Symptome auch körperliche Ursachen haben können. Veränderungen der Stimmung, Ängste, Erschöpfung oder körperliche Beschwerden sollten daher immer zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Ich darf keine Medikamente verschreiben oder verordnen. In manchen Situationen können Medikamente jedoch sinnvoll oder notwendig sein. In diesen Fällen ist eine begleitende Behandlung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Psychiatrie wichtig. Wenn Medikamente eingenommen werden, ist es außerdem wesentlich, mögliche Wirkungen und Wechselwirkungen im Blick zu behalten, damit die therapeutische Begleitung gut und sicher darauf abgestimmt werden kann.
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Die Therapie erfolgt grundsätzlich auf Selbstzahlerbasis. Bei privaten Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen kann eine (teilweise) Kostenübernahme möglich sein, wenn der jeweilige Tarif die Behandlung durch einen Heilpraktiker für Psychotherapie umfasst. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung erfolgt, hängt von Ihrem individuellen Versicherungsvertrag ab und sollte vor Beginn der Therapie direkt mit Ihrer Versicherung geklärt werden.